Retinal vs Retinol im Vergleich: goldgelbes Serum neben weißer Creme auf hellem Hintergrund

Le rétinal plutôt que le rétinol ? Pourquoi cela ne suffit quand même pas à lui seul

Écrit par : David Kugler

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Temps de lecture 5 min

Einleitung

Retinal ist gerade überall, in Seren, in Nachtcremes und in jedem zweiten Pflegetipp. Viele kennen Retinol, doch Retinal gilt als der kräftigere Verwandte. Stimmt das? Und reicht ein guter Wirkstoff überhaupt, damit deine Haut langfristig gut aussieht?

Hier vergleichen wir Retinal und Retinol ehrlich. Du erfährst, was der Wirkstoff in der Haut macht, was Studien zeigen und wie du ihn richtig anwendest. Unsere Haltung ist klar. Wir sind überzeugt, dass Retinal die stärkste Wahl für die Erneuerung ist, die du ohne Rezept bekommst, und dass es seine Stärke erst im Zusammenspiel mit Energie und Baustein voll ausspielt. Genau deshalb reicht Retinal allein trotzdem nicht.

Neu seit 2024

Die EU begrenzt Vitamin A in Kosmetik. Retinol und zwei Retinylester dürfen in Gesichtspflege höchstens 0,3 Prozent Retinoläquivalent enthalten, in Bodylotion 0,05 Prozent. Seit November 2025 müssen neue Produkte dieser Art einen Hinweis auf Vitamin A tragen (Verordnung (EU) 2024/996, 2024).

Retinal vs Retinol? Die kurze Antwort

Retinal, Retinol und Tretinoin gehören zu den Retinoiden, also zu den Abkömmlingen von Vitamin A. In der Haut wirkt am Ende die Retinsäure. Retinol braucht bis dahin zwei Umwandlungsschritte, Retinal nur einen (Mambwe et al., 2025). Tretinoin ist die Retinsäure selbst und nur auf Rezept erhältlich. Es gilt in der Forschung als Goldstandard gegen lichtbedingte Hautalterung, reizt die Haut aber am stärksten (Milosheska und Roškar, 2022). Damit liegt Retinal zwischen dem milden Retinol und dem starken Tretinoin. Für die Kosmetik ist das die starke Mitte, näher an der Retinsäure als Retinol und deutlich sanfter als Tretinoin.


Merkmal Retinol Retinal Tretinoin als Referenz
Schritte bis zur Retinsäure zwei einer keiner
Erhältlich Kosmetik Kosmetik nur auf Rezept
Studienlage viele Produkte, wenig gut geplante Studien weniger und kleinere Studien am besten untersucht
Reizung eher mild in Studien gut verträglich am stärksten
Regel in der EU Höchstmenge seit 2024 in der Verordnung nicht genannt Arzneimittel

Worauf es beim Vergleich ankommt

Was Retinal in der Haut macht

Sonne lässt die Haut schneller altern, Fachleute sprechen von Lichtalterung. Typisch sind feine Linien, Pigmentflecken und eine dünnere Oberhaut. Lichtgealterte Haut verliert außerdem Kollagen in der Lederhaut (Mambwe et al., 2025). Retinoide setzen genau dort an. Über die Retinsäure stoßen sie Signalwege in den Hautzellen an, die Oberhaut und Lederhaut umbauen. In einer Langzeitstudie verdickte Retinal mit 0,05 Prozent nach einem Jahr die Oberhaut und verbesserte die Elastizität (Mambwe et al., 2025). Die Forschenden schreiben aber auch, dass Retinoide Lichtschäden nur teilweise ausgleichen. Der Wirkstoff erneuert, er ersetzt aber keinen Schutz.

Frau mit geschlossenen Augen berührt ihre strahlende Haut an der Wange, Sonnenlicht vor blauem Himmel

Unsere Einschätzung

Ein Wirkstoff ist nur so gut wie seine Formel. Retinoide sind chemisch empfindlich, und ihre Stabilität hängt stark vom Produkt ab (Mambwe et al., 2025). Achte auf eine Verpackung, die Licht und Luft abhält.

Was Studien zur Retinol Wirkung und zu Retinal zeigen

Das stärkste Argument für Retinal liefert eine Studie mit 125 Personen, die Retinal mit Tretinoin in gleicher Stärke verglich. Nach 18 Wochen waren Fältchen und Rauheit in beiden Gruppen messbar geringer, und Retinal reizte die Haut deutlich weniger (Creidi et al., 1998). Eine neuere Studie von 2024 testete ein Retinal-Serum an 32 Frauen, allerdings ohne Vergleichsgruppe und mit einer Autorin aus der getesteten Marke (Konisky et al., 2024). Fachleute wünschen sich für Retinoide in Kosmetik insgesamt mehr große Studien (Milosheska und Roškar, 2022).

Die Retinol Wirkung ist belegt. Retinal steht in der Kette noch eine Stufe näher an der Retinsäure und ist deshalb für uns der logische nächste Schritt. Direkte Vergleiche mit Retinol im Alltag gibt es bisher kaum. Werbezahlen wie elfmal schneller übernehmen wir deshalb nicht, unsere Wahl begründen wir mit der Umwandlungskette.

Retinal richtig anwenden

Retinal kommt abends auf die saubere, trockene Haut. Starte mit zwei bis drei Abenden pro Woche, so wie in der Studie von 2024, und steigere langsam. So gibst du deiner Haut Zeit, sich an den Wirkstoff zu gewöhnen. Am Anfang können Rötung, Spannen oder Schuppen auftreten, das kennen alle Retinoide (Milosheska und Roškar, 2022). Dann gönnst du der Haut eine Pause und pflegst die Hautbarriere mit einer reichhaltigen Creme. Wie das geht, zeigt unser Beitrag Hautbarriere stärken in 5 Schritten.

Morgens gehört Sonnenschutz dazu. In einer großen Studie alterte die Haut von Erwachsenen mit täglichem Sonnenschutz in viereinhalb Jahren um 24 Prozent weniger als in der Vergleichsgruppe (Hughes et al., 2013). In Schwangerschaft und Stillzeit klärst du Retinoide vorher ärztlich ab. Embryotox rät, eine lokale Behandlung mit Tretinoin in der Schwangerschaft zu beenden (Embryotox, 2026). Bei Hauterkrankungen wie Rosazea oder Neurodermitis sprichst du vorher mit deiner Hautärztin oder deinem Hautarzt.

Mann in frontal Fotografiert. Der sich gerade Creme in die Hand macht um dann aufzutragen

Beide Wirkstoffe im Direktvergleich

Retinal, Vorteile und Nachteile

Retinal ist die Stufe direkt vor der Retinsäure. In Kosmetik steckt es seltener als Retinol (Mambwe et al., 2025), wird aber gerade beliebter (Konisky et al., 2024). So schneidet es im Vergleich ab.

Vorteile:

  • Kurzer Weg: Nur ein Schritt bis zur Retinsäure.
  • Gut verträglich: In einer Vergleichsstudie reizte es weniger als Tretinoin.
  • Ohne Rezept: Du bekommst es frei in der Kosmetik.
  • Planbar: Mit wenigen Abenden pro Woche gut zu starten.

Nachteile:

  • Jünger in der Forschung: Es gibt bisher weniger Studien als zu Retinol.
  • Braucht gute Formel: Eine stabile, lichtgeschützte Verpackung hält den Wirkstoff kräftig.
  • Braucht Eingewöhnung: Am Anfang kann die Haut röten oder schuppen, ein langsamer Start hilft.

Retinol, Vorteile und Nachteile

Retinol ist der Klassiker unter den Vitamin-A-Wirkstoffen in der Kosmetik. Es steckt in vielen Cremes und Seren, braucht aber zwei Schritte bis zur Retinsäure. Seit 2024 gilt dafür in der EU eine Höchstmenge.

Vorteile:

  • Leicht zu finden: Retinol steckt in vielen Produkten.
  • Mild: Für empfindliche Haut oft ein sanfter Start.
  • Klare Regeln: Höchstmenge und Warnhinweis machen Produkte vergleichbar.

Nachteile:

  • Langer Weg: Zwei Umwandlungsschritte bis zur Retinsäure.
  • Wenig Beweise: Für Kosmetik sind keine Wirksamkeitsstudien vorgeschrieben.
  • Geduld nötig: Messbare Veränderungen zeigen sich erst nach Wochen bis Monaten.

Retinal oder Retinol in Kürze

Retinal braucht einen Schritt bis zur Retinsäure, Retinol zwei

Retinal ist für uns die stärkste Wahl ohne Rezept

Beide abends und langsam einschleichen

Morgens immer Sonnenschutz

In der Schwangerschaft vorher ärztlich klären

FAQ zum Thema Retinal

Was ist Retinal?

Retinal, auch Retinaldehyd, ist ein Abkömmling von Vitamin A. In der Haut wird es in einem Schritt zu Retinsäure, der Form, die in den Zellen wirkt.

Ist Retinal besser als Retinol?

Retinal steht näher an der Retinsäure und war in Studien gut verträglich. Ob es sichtbar mehr bringt als Retinol, ist kaum direkt untersucht. Für empfindliche Haut ist Retinol oft der sanftere Start.

Ab wann sollte man Retinal verwenden?

Ein festes Alter gibt es nicht. Untersucht wurden Retinoide vor allem bei Erwachsenen mit ersten Zeichen der Lichtalterung wie feinen Linien und Pigmentflecken.

Kann man Retinal jeden Tag nutzen?

Erst wenn deine Haut es gut verträgt. Starte mit zwei bis drei Abenden pro Woche und steigere langsam.

Wie wende ich ein Retinal Serum richtig an?

Wie wende ich ein Retinal Serum richtig an?

Wie lange dauert es, bis Retinal wirkt?

In Studien zeigten sich erste messbare Veränderungen nach acht bis 18 Wochen. Bleib also ein paar Monate dran, bevor du urteilst.

Brauche ich mit Retinal Sonnenschutz?

Ja, jeden Morgen. Retinal erneuert die Haut, Sonnenschutz bremst neue Lichtschäden. Eine große Studie zeigte über viereinhalb Jahre deutlich weniger Hautalterung bei täglichem Schutz.

Darf ich Retinal in der Schwangerschaft verwenden?

Kläre das vorher mit deiner Ärztin oder deinem Arzt. Embryotox rät, lokales Tretinoin in der Schwangerschaft abzusetzen, deshalb gilt auch für Retinoide in Kosmetik Vorsicht.

Bild von David j Kugler

Der Autor: David J Kugler

Gründer und Geschäftsführer von DALUMA. Schreibt über Ernährung, Saftkuren und ganzheitliche Selbstfürsorge.